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  • 2 – 5 – 11 – 220: die SUP 11 City Tour 2022 in Zahlen

    Ocean Sports News vom 15.10.2022

    2 HCKlerinnen, 5 Tage, 11 Städte und 220 Kilometer
    220 KM in 5 Tagen durch 11 Städte in Friesland, Niederlande. Bereits zum 14. Mal fand dieses Ultra
    Longdistance SUP Rennen statt und in diesem Jahr war der HKC vertreten durch Julia Georgi und
    Katharina Kiecksee. Neben den beiden waren noch über 200 weitere Paddler aus 21 Nationen am
    Start und feierten fünf Tage lang den SUP-Sport auf eine einzigartige Weise in einer wirklich
    einnehmenden Atmosphäre. Hintergrund dieser ultimativen Challenge ist die weltweit größte
    Eisschnelllauftour, die Elfstedentocht, welche natürlich nur in sehr kalten Wintern gefahren werden,
    zuletzt 1997. Als Stand-Up-Paddler ist man da etwas wetterunabhängiger, folgt aber dennoch der
    Tradition des Ursprungs und muss in allen 11 friesischen Städten „stempeln“ um am Ende das 11-
    City-Kreuz zu erhalten. Als „Stempel“ fungiert bei dieser Variante der Tour eine Glocke die geläutet
    werden muss.
    Zunächst hört sich alleine die Distanz (pro Tag ca. 44km – an 4 Tagen mind. ein Marathon) nach einer
    Herausforderung an. Wer aber im September schon mal in Holland war oder evtl. auch an diesem
    Rennen teilgenommen hat, weiß, dass vor allem die Wetterbedingungen viele Überraschungen
    bereithalten können. Und so war es auch in diesem Jahr. Neben Blasen an den Händen, den
    schmerzenden Muskeln und der bloßen Kilometerzahl, wurde vor allem der starke Wind zu einem
    Willenstest für alle Starter.
    Gestartet ist die Tour in Leeuwarden mit einem sonnigen, ersten Tag. Zum Glück hatten die Paddler
    49km Zeit diese zu genießen, denn die nächsten Tage sollten Regen und vor allem Wind mit sich
    bringen. Konnte man an Tag 1 das Slotenmeer noch fast als Downwinder fahren, musste man sich am
    zweiten Tag gegen Wind und Seitenwelle von Sloten nach Balk kämpfen. Von dort aus ging es dann
    mit Gegenwind weiter über zwei weitere Seen mit ordentlich Seitenwelle nach Workum. Einige
    mussten an diesem Tag am Restpoint (jede Etappe beinhaltet eine 15minütige Pause) das Rennen für
    diese Etappe beenden. Die HKC-Starterinnen hatten sich für die Langdistanz vor allem auf der Leine
    vorbereitet und waren nun aber auch dankbar für die Zeit die sie vorher auf der Ostsee verbracht hatten um auf den Seen nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Der ruppige zweite Tag machte es schwer die müden
    Muskeln am dritten Morgen zum ersten Time Trial munter zu machen. Die 12km Time Trial Strecke
    war noch gut zu paddeln, währen der zweite Teil am dritten Tag vor allem eines bot: starken
    Gegenwind (bis 70kmh) für ca. 20km der Strecke – nicht wenige fuhren zwischendurch ein Stück
    rückwärts bevor sie am Ende dieses böigen Tages in Franeker ankamen. Glücklicherweise gab es an
    jedem Abend eine Massage für jeden der wollte. Tag 4, mit Ziel Dokkum, brachte den tapferen
    Paddlern etwas mehr Abwechslung mit Wind, diesmal aus allen Richtungen, Sonne, Regen und zwei
    Schleusen bei denen man Umsetzen musste. Wer sich bis hier hin zu Tag 5 durchgekämpft hatte, den
    konnten die letzten 27km der Tour (wieder als Time Trial gefahren) auch nicht mehr schrecken – 11
    Grad und fast nur Regen waren da immerhin mal eine Neuerung, zusätzlich zu dem Wind. Zahlreiche
    Paddler, die nur für das Wochenende angereist waren, bildeten eine ansehnliche SUP-Kette von
    Dokkum nach Leeuwarden. Es war die bisher Teilnehmerstärkste Edition dieses Rennens.
    Mit einer Mischung aus Euphorie und Erschöpfung schafften beide HKClerinnen es am Ende, durch
    alle 11 Städte, ins Ziel in Leeuwarden und nahmen stolz das 11-City Kreuz in Empfang.