Erfolgreicher Saisonauftakt beim Weltcup in Szeged
Vom 16. bis 18. Mai fand in Szeged (Ungarn) der erste Weltcup der diesjährigen Kanurennsportsaison statt. Bei teils herausfordernden Bedingungen zeigten unsere Spitzenathleten starke Leistungen im internationalen Vergleich.
Paulina startete in Szeged über die 200 Meter im K1 und erreichte dort das B-Finale, wo sie als Fünfte ins Ziel kam. Im stark besetzten Feld eine respektable Leistung – zumal sie leicht angeschlagen ins Rennen ging. Noch beeindruckender war der Auftritt im K4 über 500 Meter: Gemeinsam mit einer teilweise neu formierten Besatzung erkämpfte sich das deutsche Boot die Bronzemedaille hinter den Teams aus Spanien und Ungarn.

Ebenfalls in starker Form präsentierte sich Jakob über die olympische Distanz im K1 1000 Meter. In einem hochklassigen Finale belegte er einen hervorragenden vierten Platz – nur knapp hinter dem ungarischen Olympiasieger von 2021 Bálint Kopasz, dem Südafrikaner Hamish Lovemore und Josef Dostál aus Tschechien, welcher im letzten Jahr in Paris noch Olympiasieger über diese Strecke wurde.
Nächster Halt: Poznań – Gold und Bronze beim zweiten Weltcup
Nur wenige Tage später, vom 22. bis 25. Mai, stand bereits der zweite Weltcup in Poznań (Polen) an. Auch hier präsentierten sich unsere Athletinnen und Athleten in Topform.
Im K4 über 500 Meter gelang dem deutschen Team mit Paulina in derselben Besatzung wie in Szeged der ganz große Wurf: Gold vor der Konkurrenz aus Polen und Ungarn. Im K2 über 500 Meter startete Paulina mit ihrer neuen Partnerin Hannah Spielhagen (KC Potsdam) und verpasste das Podium als Vierte nur knapp.

Jakob dominierte seinen Vorlauf über 1000 Meter souverän und qualifizierte sich mit einer starken Zeit im Halbfinale für das A-Finale. Dort belohnte er sich mit der Bronzemedaille, erneut hinter Kopasz (Ungarn) und Dostál (Tschechien).
Europameisterschaften in Račice – Licht und Schatten
Bei den Europameisterschaften vom 19. bis 22. Juni im tschechischen Račice waren die deutschen Farben erneut mit Beteiligung unserer Athleten vertreten.
Jakob konnte krankheitsbedingt leider nicht in Topform antreten. Im Vorlauf blieb er deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück und reiste noch vor den weiteren Rennen ab, um sich vollständig auskurieren zu können.

Paulina startete im K2 über 500 Meter mit Pauline Jagsch und sicherte sich nach einem souveränen Vorlaufsieg im Finale die Silbermedaille hinter dem polnischen Team. Im K4 über 500 Meter – erneut mit teils neuer Besatzung – wurde das Finale nach einem schwierigen Start (nur Platz 4 im Vorlauf) doch noch mit Bronze belohnt, diesmal hinter Ungarn und Spanien. Der geplante Start über 5000 Meter im K1 wurde kurzfristig abgesagt, um Paulina angesichts des intensiven Programms zu schonen.
Nelson Wasilewski: Internationales Debüt bei der Junioren-EM
Ein weiteres Highlight aus Vereinssicht war der erste internationale Einsatz von Nachwuchstalent Nelson Wasilewski. Nach einer starken 2. Nationalen Qualifikation und Gold über 200 Meter bei der Großen Brandenburger Regatta wurde er für die Junioren-Europameisterschaften vom 3. bis 6. Juli im rumänischen Bascov nominiert. Dort startete Nelson im K1 über 200 und 500 Meter. In beiden Disziplinen erreichte er das B-Finale: Über 500 Meter belegte er Platz 3, über 200 Meter wurde er Achter. Für seinen ersten internationalen Auftritt eine sehr starke Leistung mit viel Potenzial für die Zukunft.
